Deutsche Aussteller investieren 2026 wieder mehr in ihre Messeauftritte: 40,4 Prozent planen höhere Messebudgets, 26 Prozent sogar Steigerungen von über zehn Prozent, und 97,5 Prozent halten Messen für unverzichtbar (AUMA-Aussteller-Ausblick 2026/2027, befragt wurden 404 Unternehmen). Gleichzeitig sinkt die Zahl der Beteiligungen je Unternehmen auf 5,1 im Schnitt. Wenn sich höhere Budgets auf weniger Messen verteilen, wird jede Beteiligung genauer bewertet. Dazu gehört auch, wie gut Sie als Veranstalter Ihre Aussteller bei der Vorbereitung unterstützen.
Genau dort liegt das Problem, das Ausstellerverwaltungs-Software lösen soll. Der Freeman Exhibitor Trends Report 2024, eine Befragung von 1.911 Ausstellern, zeigt die Lücke deutlich: 63 Prozent halten die Unterstützung durch den Veranstalter für sehr wichtig, aber nur 39 Prozent erleben sie als wirksam. Eine praktische Herausforderung dabei ist die Übersicht über offene Aufgaben: Welcher Aussteller muss welches Dokument bis wann einreichen? Prüfen Sie bei der Softwareauswahl deshalb zuerst, wie übersichtlich die Plattform den Bearbeitungsstand jedes Ausstellers darstellt. Sie finden hier eine Definition, sechs Prüfkriterien, sieben Plattformen mit dokumentierten Preisangaben, wo es sie gibt, und die Phasen, die Ihr System durchgängig unterstützen muss.
Was ist Ausstellerverwaltungs-Software?
Ausstellerverwaltungs-Software steuert die Arbeitsbeziehung zwischen Veranstalter und den Unternehmen, die Standfläche mieten: Anmeldung und Flächenzuteilung, Vertrag und Anzahlung, ein Ausstellerportal mit Zugängen für Agenturen und Standbauer, eine Aufgabenliste mit echten Fristen, Formulare und Dokumenten-Uploads, ein Serviceshop für Strom, Möbel und Werbepakete, Ausweise für das Standpersonal, Lead-Erfassung am Stand und die Schlussrechnung. Ein Datensatz je ausstellendem Unternehmen, von der Unterschrift bis zur Abrechnung.
Für die Auswahl lohnt sich die Abgrenzung zu zwei verwandten Softwarekategorien. Matchmaking-Software organisiert, wer wen auf Ihrer Veranstaltung trifft. Das ist ein starker Hebel für Zufriedenheit und Umsatz, den wir in unserem Vergleich zur Messe-Matchmaking-Software getrennt behandeln. Allgemeine Eventmanagement-Suiten können Programm, Teilnehmer und Ticketing gut und behandeln Aussteller als Teilnehmer mit Firmennamen. Keine von beiden erinnert sechs Wochen vorher an eine fehlende Gefährdungsbeurteilung. Ausstellerverwaltung ist eine operative Disziplin, keine Networking-Funktion.
Die Größenordnung erklärt, warum daraus eine eigene Softwarekategorie wurde. Der Weltverband UFI zählte 2024 weltweit 32.000 Messen auf 138 Millionen Quadratmetern (UFI Global Exhibition Industry Statistics, Mai 2025). Für jede dieser Messen mussten Aufgaben und Fristen koordiniert werden.
Wo die Ausstellerbetreuung steht
Was Aussteller über Budgets und Betreuung sagen
Sechs Prüfkriterien für Ihre Softwareauswahl
Die Zahlen oben setzen den Maßstab: Fast jeder zweite Aussteller misst den Erfolg an Leads und Neukontakten, und viele halten die Betreuung für den schwachen Teil des Geschäfts. Sechs Fähigkeiten entscheiden, ob eine Plattform das ändert oder nur die Tabelle ins Netz verlegt.
- Eine Statusübersicht pro Aussteller: Ein Bildschirm, der je ausstellendem Unternehmen zeigt, was erledigt, was offen und was überfällig ist. Muss Ihr Team dafür vier Reiter öffnen, fehlt eine zentrale Voraussetzung für die tägliche Arbeit.
- Fristen mit Konsequenz: Erinnerungen sind der einfache Teil. Nützlich wird es bei einem Stichtag, ab dem eine Leistung mehr kostet, und einem zweiten, ab dem der Shop schließt. Der deutsche Anbieter profairs baut beides in den Ausstelleraccount ein. Große Veranstalter arbeiten genauso: Die Messe Frankfurt verlangt die schriftliche Stornierung bestellter Leistungen spätestens drei Wochen vor Veranstaltungsbeginn und weist darauf hin, dass kurzfristige Bestellungen Mehrkosten verursachen können (Ausstellerservice-Shop der Messe Frankfurt, FAQ, 2026). So werden Fristen zu verbindlichen Regeln im Bestellprozess.
- Formulare, die Ihr Team selbst ändern kann: Versicherungsnachweise, Gefährdungsbeurteilungen und Katalogeinträge ändern sich mit jeder Veranstaltung. Ein Formularbaukasten mit Bedingungslogik in den Händen Ihres eigenen Teams ist mehr wert als ein hübscheres Portal, für dessen Änderung Sie zahlen.
- Ein Shop, der verkauft, nicht nur informiert: Über das Ausstellerportal können Sie auch Zusatzleistungen verkaufen. Swapcard berichtet von durchschnittlich 32 Prozent mehr Umsatz je Aussteller, nachdem Veranstalter den Marktplatz aktiviert hatten (Swapcard, Herstellerangaben, 2026). Verstehen Sie solche Zahlen als Orientierung für mögliche Ergebnisse, und fragen Sie nach dem Eventprofil dahinter.
- Personal, Ausweise und Leads in einem Datensatz: Standpersonal, Ausweisausgabe und Lead-Erfassung gehören zum selben Datensatz wie der Standvertrag, denn der Lead-Report entscheidet über die Wiederbuchung. Wie Ausweisausgabe und Einlass ineinandergreifen, zeigt unser Beitrag zu Check-in und Badgedruck auf Messen.
- Serverstandort und Verträge: Ausstellerportale enthalten Firmenkontakte, Namen des Standpersonals, Rechnungen und Leaddaten. Verlangen Sie ein benanntes Hosting-Land, einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO als Standard und eine Liste der Gesellschaften, die Zugriff haben. Unsere Checkliste für DSGVO-konforme Event-Software übersetzt das in Einkaufsfragen.
Einzelne Funktionen können entfallen, wenn Sie diese bereits mit anderen Systemen abdecken. Eine klare Statusübersicht bleibt jedoch das wichtigste Kriterium.
Die führenden Plattformen für die Ausstellerverwaltung 2026
Wendet man die Kriterien auf den Markt an, bleibt eine Shortlist mit sehr unterschiedlichen Schwerpunkten, von der kompletten Messebetriebs-Suite bis zum Spezialisten, der einen Teil der Aufgabe besonders gut löst. Alle Angaben beruhen auf Selbstauskünften der Anbieter und öffentlich dokumentierten Quellen, Stand: September 2026.
1. Converve
Geeignet für: Veranstalter, deren Aussteller Termine kaufen, nicht nur Quadratmeter.
Converve entwickelt seit über zwei Jahrzehnten B2B-Eventsoftware in Barmstedt bei Hamburg, und das Ausstellerportal orientiert sich an den Abläufen am Messestand. Aussteller pflegen Firmenprofil, Standpersonal und Angebote selbst, sodass der Katalog ohne erneute Dateneingabe durch Ihr Team aktuell bleibt. Über die Meeting-Matrix legen Sie fest, welche Gruppen einander unter welchen Regeln treffen dürfen; bestätigte Termine werden überschneidungsfrei mit Tisch- und Raumzuweisung geplant. Badge-Scan, Lead-Erfassung und Auswertung liegen im selben Datensatz und lassen sich nach Excel oder über eine REST-Schnittstelle und Zapier ins CRM (Kundendatenbank) exportieren. Converve ist nach ISO 27001:2022 zertifiziert und hostet in Deutschland. Der Schwerpunkt liegt auf Ausstellerkontakten und Terminen. Für Hallenplanung und Servicebestellungen setzen viele Veranstalter ergänzend ein weiteres System ein. Der Preis wird pro Event kalkuliert und skaliert mit der Größe. Details auf der Seite zu Messen und Ausstellungen.
2. profairs
Geeignet für: deutschsprachige Messeveranstalter, die Standbuchung, Serviceshop und Rechnungen in einem System wollen.
profairs deckt die klassische Ausstellerverwaltung im DACH-Zuschnitt ab: Aussteller- und Interessentenverwaltung mit Rechnungs- und Marketinganschrift, Standbuchung wahlweise über den Hallenplan oder per Zuweisung nach der Aufplanung, dazu ein responsives Ausstellerkonto mit konfigurierbaren Modulen. Der integrierte Onlineshop verkauft Werbemittel, Versorgungsleistungen und Mietmöbel. Besonders praktisch ist die Fristenlogik: Sie legen einen Termin fest, ab dem Buchungen nur noch mit Aufpreis möglich sind, und einen zweiten, an dem der Shop schließt. Rechnungen laufen über Schnittstellen zu Lexware Office, Bexio, Fastbill und Billomat. Preise werden nicht veröffentlicht.
3. Momentus Technologies
Geeignet für: Betreiber von Veranstaltungszentren und Veranstalter, die Messebetrieb und Finanzen in einem System brauchen.
Momentus, seit Januar 2023 der neue Name von Ungerboeck, nennt 60.000 Nutzer in Häusern in 45 Ländern. Die Messeseite deckt Stand- und Sponsoring-Pipelines mit Vertragsvorlagen und elektronischer Unterschrift ab, dazu ein Ausstellerservice-Center mit Selbstbedienungsbestellung und Erinnerungen an abgebrochene Warenkörbe, maßstabsgetreue Hallenplanung mit Rückgriff auf frühere Ausgaben, Arbeitsaufträge an Dienstleister und Umsatzberichte über ein Portfolio. Die umfangreichen Finanz- und Betriebsfunktionen richten sich besonders an Organisationen, die auch die Veranstaltungsstätte betreiben. Keine öffentlichen Preise.
4. Map Your Show
Geeignet für: große, jährlich wiederkehrende Messen, vor allem in Nordamerika.
Map Your Show verbindet Standverkauf mit einem interaktiven Hallenplan und einem Resource Center, in dem Aussteller Einträge, Fristen, Aufgaben und Werbeinhalte an einer Stelle erledigen. Die hauseigene Lead-Erfassung schließt den Kreis am Stand. Zu den Referenzen gehören sehr große, wiederkehrende Messen. Die Plattform unterstützt den Standverkauf, Änderungen der Flächenzuteilung und erneute Buchungen. Keine öffentlichen Preise.
5. ExpoPlatform
Geeignet für: Veranstalter, die Ausstellerhandbuch, Shop und Teilnehmerplattform von einem Anbieter beziehen wollen.
ExpoPlatform stellt einen Formularbaukasten mit Bedingungslogik ins Zentrum seines Ausstellerhandbuchs, dazu Verwaltung der Teammitglieder, Dokumenten-Uploads, Checklisten und automatische Fristenerinnerungen. Ein Webshop verbindet Aussteller mit Dienstleistern samt Rechnung und Kartenzahlung, sodass Zusatzumsätze im selben System landen. Der Anbieter nennt über 3.000 auf diesem Weg aufgenommene Aussteller und führt unter anderem Messe Frankfurt, Informa und Messukeskus als Kunden. Preis auf Anfrage.
6. Swapcard
Geeignet für: Teams, die ihre Teilnehmerplattform bereits auf Swapcard betreiben.
Das Ausstellerportal von Swapcard bietet segmentierte Registrierung mit Bedingungslogik und zeitabhängigen Preisen, Zuteilung des Standpersonals mit Rollen, automatische Aufgabenabläufe für Logos, Versicherungen, Versand und Standentwürfe, einen zentralen Dokumentenbereich und einen Marktplatz für Möbel, Technik, Catering und Sponsoring-Upgrades. Der Anbieter berichtet von 85 Prozent weniger Zeitaufwand für manuelle Aufgaben aufseiten der Veranstalter und davon, dass 78 Prozent der Aussteller mit zugekauften Leistungen einen höheren ROI (Return on Investment, also die Rendite der Beteiligung) angeben (Swapcard, Herstellerangaben, 2026). Preis auf Anfrage.
7. FFAIR
Geeignet für: Veranstalter, deren eigentliches Problem das Handbuch und das Hinterhertelefonieren ist.
FFAIR ist Spezialist, keine Suite. Das Ausstellerhandbuch entsteht als durchsuchbare Wissensbasis zur Messe, mit unbegrenzten Zugängen für Agenturen und Dienstleister; jeder Aussteller sieht nur die Inhalte, die zu seiner Beteiligung gehören. Aufgabenverwaltung und ein Dienstleistershop ergänzen das Angebot. Der Anbieter nennt über 300 betreute Eventteams und berichtet, dass Aussteller ihre Pflichtangaben binnen 48 Stunden nach Erhalt des Zugangs vervollständigen und Fristen zwei Wochen früher einhalten (FFAIR, Herstellerangaben, 2024). Wenn Standverkauf und Abrechnung bereits stehen, ist das eine Lösung mit klarem Schwerpunkt. Preis auf Anfrage.
Funktionen und Preise auf einen Blick
| Plattform | Geeignet für | Umfang des Ausstellerportals | Standverkauf und Hallenplan | Dokumentierte Preisangaben |
|---|---|---|---|---|
| Converve | Terminbasierte Ausstellerbeziehungen | Profil, Standpersonal, Termine, Badge-Scan, Leads | Nicht im Umfang, läuft neben einem Hallenplansystem | Pro Event, skaliert mit der Größe |
| profairs | Klassische Ausstellerverwaltung im DACH-Raum | Ausstellerkonto, Serviceshop, Fristenlogik, Rechnungen | Ja, Buchung über Hallenplan oder Zuweisung | Nicht veröffentlicht |
| Momentus | Haus- und Messebetrieb samt Finanzen | Servicecenter, Bestellung, Arbeitsaufträge, Abrechnung | Ja, maßstabsgetreu inklusive Vertrags-Pipeline | Nicht veröffentlicht |
| Map Your Show | Große, regelmäßig stattfindende Messen | Resource Center für Einträge, Aufgaben, Fristen | Ja, Standverkauf auf interaktivem Plan | Nicht veröffentlicht |
| ExpoPlatform | Handbuch, Shop und Teilnehmerplattform aus einer Hand | Formularbaukasten, Checklisten, Erinnerungen, Webshop | Teilweise, Verkauf im Einzelfall | Auf Anfrage |
| Swapcard | Ausstellerbetrieb neben der Teilnehmerplattform | Registrierung, Rollen, Aufgaben, Marktplatz | Nicht die Kernstärke | Auf Anfrage |
| FFAIR | Handbuch und Fristenverfolgung | Wissensbasis, unbegrenzte Zugänge, Aufgaben, Shop | Nein | Auf Anfrage |
Zwei Anbieter aus angrenzenden Bereichen veröffentlichen vollständige Preislisten. Diese bieten eine zusätzliche Orientierung für die Budgetplanung. Map D nennt Event-Pakete zu 1.250, 1.999 und 2.499 US-Dollar, mit Ausstellerportal und Lead-Werkzeugen in der obersten Stufe und Abrechnung pro Event statt pro Nutzer (Preisseite Map D, 2026). ExpoFP, ein Spezialist für Hallenpläne und Standverkauf, veröffentlicht Abonnements ab 149 US-Dollar im Monat für bis zu 100 Stände und bis 599 US-Dollar im Monat für bis zu 1.000 Stände inklusive Ausstellerzahlungen (Preisseite ExpoFP, 2026).
Wie sich die Kosten zusammensetzen
Die Tabelle zeigt den tatsächlichen Zustand dieses Marktes: Die meisten Anbieter rechnen individuell. Das ist für sich genommen nicht unseriös, denn der Aufwand hängt wirklich von Ausstellerzahl, Anzahl der Ausgaben, Servicekatalog und Tiefe der Finanzanbindung ab. Für einen belastbaren Vergleich sollte der Anbieter auch die Kostenfaktoren offenlegen. Eine faire Antwort klingt wie “pro Ausgabe, nach Ausstellerzahl, zuzüglich einmaliger Einrichtung”. Ein Demo-Formular allein reicht für Ihre Budgetplanung nicht aus. Fragen Sie nach Preisen und den Faktoren, die sie bestimmen.
Nutzen Sie die veröffentlichten Preise, um Angebote auf Plausibilität zu prüfen. Ein vierstelliger Betrag pro Event kauft Portal und Aufgabenliste. Ein fünfstelliger Jahresvertrag sollte Standverkauf, Hallenplan, Serviceshop und Finanzanbindung zusammen liefern. Alles darüber ist ein Portfoliogeschäft und wird an der zweiten und dritten Ausgabe gemessen, denn der wiederverwendbare Hallenplan und die übernommenen Ausstellerdaten sind die eigentliche Ersparnis. Zum Vergleich lohnt unser Leitfaden zu den Kosten von Event-Matchmaking-Software, mit einem Unterschied: Ausstellerverwaltung verdient ihre Lizenz meist über den Serviceshop zurück, nicht über Ticketerlöse.
Ein Kostenposten versteckt sich in der Abrechnung. Die Messe Frankfurt stellt bestellte Leistungen rund 10 bis 14 Werktage nach der Veranstaltung in Rechnung und berechnet 50 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer für die Umschreibung einer Rechnung auf einen anderen Zahler (Ausstellerservice-Shop der Messe Frankfurt, FAQ, 2026). Auf mehrere hundert Aussteller hochgerechnet wirkt eine saubere Finanzanbindung plötzlich nicht mehr optional.
Die fünf Phasen, die Ihre Software unterstützen muss
Jenseits des Preises entscheidet die Durchgängigkeit: Trägt ein System den Aussteller von der Unterschrift bis zur Schlussrechnung, ohne dass zwischen zwei Phasen eine Tabelle einspringt? Stellen Sie sich Ihre Ausstellerbetreuerin am Montag sechs Wochen vorher vor. Ein Bildschirm sollte ihr vierzig erledigte Vorgänge und drei offene Fälle zeigen. Der Bearbeitungsstand sollte sich ohne Durchsicht des E-Mail-Verlaufs erkennen lassen.
Von der Anmeldung bis zur Abrechnung
Die fünf Phasen der Ausstellerverwaltung
- Phase 1 Binden Anmeldung, Flächenzuteilung im Hallenplan, Vertrag, Anzahlungsrechnung. Hier beginnt der Datensatz je Unternehmen.
- Phase 2 Aufnehmen Portalzugang für Aussteller, Agentur und Standbauer, mit Rollen, die Bestellrechte von Leserechten trennen.
- Phase 3 Erfüllen Aufgabenliste mit datierten Fristen, Formulare, Versicherungen, Katalogeinträge, automatische Erinnerungen, sichtbarer Status.
- Phase 4 Bestellen Serviceshop für Strom, Möbel und Werbepakete, mit Aufpreis-Stichtag und einem Schlusstermin, den das System durchsetzt.
- Phase 5 Nachweisen Ausweise für das Standpersonal, Lead-Erfassung am Stand, Schlussrechnung und ein Bericht je Aussteller für das Wiederbuchungsgespräch.
Kommerziell entscheidet Phase fünf. Die Ausstellerstimmung hat sich seit der Pandemie deutlich erholt: Über mehr als 3.000 ausgewertete Veranstaltungen stieg der Weiterempfehlungswert (Net Promoter Score) um 27 Punkte (UFI, Explori und SISO Channel Insights Report, September 2025). Gleichzeitig zwingen steigende Kosten die Aussteller dazu, Messen an der Kontaktqualität zu messen statt an der Menge. Ein Lead-Bericht, den Sie am letzten Nachmittag übergeben, beantwortet genau diese Frage. Wie Sie die Erfassung sauber aufsetzen, zeigt unser Beitrag zur Lead-Erfassung auf Messen. Neben einer reibungslosen Ausweisausgabe zählt für Aussteller vor allem der Nachweis relevanter Kontakte.
Auch der Vergleichsmaßstab verschiebt sich. Der Dienstleister Freeman hat im Dezember 2025 eine neu gebaute Ausstellerservice-Plattform mit persönlichen Checklisten und Echtzeit-Verfolgung von Versand und Rechnungen gestartet (Pressemitteilung Freeman, 9. Dezember 2025). Daran wird Ihr Portal jetzt gemessen.
Häufige Fragen zur Ausstellerverwaltungs-Software
Was ist Ausstellerverwaltungs-Software?
Ausstellerverwaltungs-Software steuert die operative Beziehung zwischen Veranstalter und ausstellenden Unternehmen: Anmeldung und Flächenzuteilung, Verträge, ein Ausstellerportal mit Zugängen für Agenturen und Dienstleister, Aufgabenlisten mit Fristen, Formulare und Uploads, einen Serviceshop, Ausweise für das Standpersonal, Lead-Erfassung und die Schlussrechnung. Sie ist ein Betriebssystem für den Messeablauf und damit etwas anderes als Matchmaking-Software, die organisiert, wer wen trifft.
Was kostet Ausstellerverwaltungs-Software 2026?
Die meisten Anbieter kalkulieren individuell. Dokumentierte Anker sind Map D mit 1.250 bis 2.499 US-Dollar pro Event, Ausstellerportal in der obersten Stufe (Preisseite Map D, 2026), ExpoFP mit 149 bis 599 US-Dollar im Monat je nach Standzahl (Preisseite ExpoFP, 2026) und A2Z Events ab rund 3.500 US-Dollar im Jahr (Software Advice, 2026). Momentus, profairs, Map Your Show, ExpoPlatform, Swapcard und FFAIR nennen Preise auf Anfrage; Converve kalkuliert pro Event und skaliert mit der Größe.
Welche Funktionen sind im Ausstellerportal am wichtigsten?
Eine Statusübersicht je Aussteller mit erledigten, offenen und überfälligen Aufgaben; Fristen mit echter Konsequenz, also Aufpreis-Stichtag und Schlusstermin für den Shop; Formulare, die Ihr eigenes Team ändern kann; ein Serviceshop, der Umsatz bringt; und Standpersonal, Ausweise und Leaddaten im selben Datensatz wie der Standvertrag. Fast die Hälfte der deutschen Aussteller misst den Erfolg an Leads und Neukontakten (AUMA-Aussteller-Ausblick 2026/2027).
Ist Ausstellerverwaltung dasselbe wie Event-Matchmaking-Software?
Nein. Matchmaking-Software entscheidet und terminiert, wer wen trifft, und wird für die Kontaktqualität gekauft. Ausstellerverwaltungs-Software steuert Aufnahme, Fristen, Bestellungen, Ausweise und Abrechnung der ausstellenden Unternehmen. Manche Plattformen decken beide Bereiche ab, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Fragen Sie den Anbieter, für welche Abläufe sein Produkt entwickelt wurde.
Wie gehen wir im Ausstellerportal mit der DSGVO um?
Ausstellerportale enthalten Firmenkontakte, Namen des Standpersonals, Rechnungen und Leaddaten, der Anbieter ist also Auftragsverarbeiter. Verlangen Sie ein benanntes Hosting-Land statt einer Region, einen AVV nach Art. 28 DSGVO als Standard statt als Verhandlungssache und eine Liste der Konzerngesellschaften mit Zugriff. Regeln Sie auch die Löschung: wie lange Personen- und Leaddaten nach der Messe im System bleiben und wer sie entfernt.
Brauchen wir ein eigenes System oder reicht das Modul unserer Eventplattform?
Wenn Ihre Aussteller vor allem einen Katalogeintrag, ein paar Ausweise und wenige Aufgaben brauchen, reicht das Modul meist. Ein eigenes System lohnt sich, sobald eines von drei Dingen zutrifft: Sie verkaufen Fläche über einen Plan und müssen umlegen, Sie betreiben einen Serviceshop mit Dienstleistern, Aufpreisen und Rechnungen, oder Sie haben so viele Aussteller, dass niemand den Fristenstand mehr im Kopf behält. Die dritte Schwelle kommt früher als gedacht.
Fazit: Die Übersicht im Messealltag entscheidet
Jede Plattform in diesem Vergleich zeigt Ihnen in der Demo ein aufgeräumtes Ausstellerportal. Die Unterschiede, die eine echte Aufbauwoche überleben, sind schmaler als die Funktionsraster vermuten lassen: ob ein Bildschirm Ihrem Team sagt, wem was fehlt, ob eine Frist einen Preis ändert statt eine Mail zu schicken, ob der Serviceshop seine Lizenz selbst verdient, und ob der Lead-Bericht am letzten Nachmittag fertig ist statt in der Folgewoche. Gehen Sie die sechs Prüfkriterien durch und lassen Sie sich erläutern, welche Faktoren den Preis bestimmen. Im Messealltag zählt, wie schnell Ihr Team offene Aufgaben erkennt und bearbeitet.
Wenn die Termine, die Ihre Aussteller buchen, der Teil der Messe sind, der sitzen muss, ist das die Ebene, an der Converve seit über zwanzig Jahren arbeitet: selbst gepflegte Ausstellerprofile und Standpersonal, eine regelbasierte Meeting-Matrix, überschneidungsfreie Planung mit Tischzuweisung, Badge-Scan und Lead-Auswertung, gehostet in Deutschland. Warum sich das für Ihre Aussteller rechnet, fasst unsere Argumentationshilfe für Aussteller zusammen. Sprechen Sie mit Converve, wir zeigen Ihnen, wie das neben Ihrem bestehenden Ausstellersystem läuft.