Am 18. Oktober 2024 verschickte die Commerzbank ein „Save the Date“: Kapitalmarkttag am 13. Februar 2025 in Frankfurt, gemeinsam mit den Jahreszahlen, mit Veranstaltungen für Analysten, Investoren und Journalisten (Commerzbank, 2024). Knapp vier Monate Vorlauf für den Termin, die eigentliche Vorbereitung hatte da längst begonnen. Das Handbuch der Schweizer Börse SIX empfiehlt für einen Kapitalmarkttag „mindestens sechs Monate“ (SIX, 2025). Der Versand der Einladung ist damit nur ein Schritt in einer deutlich längeren Vorbereitung.
In diesem Leitfaden zeigen wir Ihnen, wie Sie einen Kapitalmarkttag organisieren und wie er sich zu Roadshow und Investorenkonferenz verhält. Er richtet sich an Investor Relations (IR) in börsennotierten Unternehmen und vor dem Börsengang, an Broker, die Termine zwischen Unternehmen und Investoren vermitteln, und an Veranstalter von Investorenkonferenzen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Sie die verfügbare Vorstandszeit auf Präsentationen, Fragen und persönliche Gespräche verteilen.
Planen Sie diese Gespräche zusammen mit dem öffentlichen Programm, damit Anfragen und verfügbare Zeit zusammenpassen.
Was ist ein Kapitalmarkttag?
Bevor es um den Terminplan geht, lohnt ein Blick auf die Formate, denn jedes legt die Planung in andere Hände. Ein Kapitalmarkttag, international Capital Markets Day oder Investor Day, ist die eigene Veranstaltung des Unternehmens: Der Vorstand stellt Investoren und Analysten Strategie und Mittelfristziele vor. Manche Unternehmen laden jährlich ein, andere nur alle zwei bis drei Jahre, wenn ein neuer Strategieplan vorliegt (SIX, 2025). Anders als die Hauptversammlung schreibt das Aktiengesetz ihn nicht vor. Er findet nur statt, wenn das Unternehmen etwas zu sagen hat.
Bei einer Roadshow reist der Vorstand dagegen zu den Investoren. Die Deal Roadshow begleitet eine Transaktion wie Börsengang, Kapitalerhöhung oder Anleihe. Die Non Deal Roadshow kommt ohne Transaktion aus und folgt meist auf die Quartals- oder Jahreszahlen. SIX beschreibt sie als „in der Regel 2 bis 3 Tage“, meist in den Räumen der Investoren und typischerweise von Brokern organisiert (SIX, 2025). Bei der Investorenkonferenz schließlich lädt ein Broker oder eine Börse viele Unternehmen und viele Investoren an einen Ort ein.
| Format | Wer den Terminplan baut | Typische Dauer | Wichtigste Terminart | Typischer Anlass |
|---|---|---|---|---|
| Kapitalmarkttag | IR des Unternehmens | Halber bis ganzer Tag | Plenum, Vertiefungsrunden, einzelne 1:1-Termine | Neue Strategie, neue Ziele |
| Non Deal Roadshow | Broker mit der IR | 2 bis 3 Tage je Reise | 1:1-Termine bei den Investoren | Zahlen, Strategieupdate |
| Deal Roadshow | Banken der Transaktion | Wenige Tage, festes Zeitfenster | 1:1- und Gruppentermine | Börsengang, Kapitalerhöhung, Anleihe |
| Reverse Roadshow | Broker | Ein Besuch | Gruppenbesuch beim Unternehmen | Standort oder Produkt |
| Investorenkonferenz | Broker oder Börse | 1 bis 3 Tage | 1:1- und Gruppentermine rund um Präsentationen | Fester Konferenzkalender |
| Hauptversammlung | Unternehmen, gesetzlich geregelt | Ein Tag | Versammlung der Aktionäre | Pflicht nach Aktiengesetz |
Bei allen Formaten begrenzt die Verfügbarkeit der beteiligten Vorstandsmitglieder die Zahl möglicher Gespräche.
Wie viel Gesprächszeit zur Verfügung steht
Diese Grenze lässt sich beziffern. Laut SIX dauert ein Einzelgespräch typischerweise 45 bis 60 Minuten mit ein bis zwei Personen aus dem Management, und eine Roadshow sollte „nicht mehr als sechs Meetings pro Tag“ umfassen (SIX, 2025). Eine zweitägige Reise an einen Finanzplatz fasst also rund zwölf Termine, egal wie lang die Liste interessierter Fonds beim Broker ist.
Auch die großen Investorenkonferenzen stoßen an diese Decke. Beim Deutschen Eigenkapitalforum in Frankfurt fanden im November 2024 mehr als 4.000 Einzelgespräche für rund 250 börsennotierte Unternehmen statt, in mehr als 230 Meetingräumen (Unternehmeredition, 2024). Das sind rund 16 Termine je Unternehmen in drei Tagen, etwa fünf pro Tag. Auch bei einer großen Konferenz bleibt die Gesprächskapazität jedes einzelnen Unternehmens begrenzt.
Kapazität
Wie viel Investorenzeit tatsächlich zur Verfügung steht
Der internationale Vergleich bestätigt den Aufwand. Im Global Roadshow Report von IR Impact und Bank of America gaben 88 Prozent der befragten IR-Verantwortlichen an, 2025 mindestens eine Roadshow gemacht zu haben, mit durchschnittlich 12,1 Reisetagen in Präsenz und weiteren 5,4 Tagen virtuell. Nur 65 Prozent bewerteten ihre Präsenz-Roadshows mit mindestens acht von zehn Punkten, im Vorjahr waren es 72 Prozent (IR Impact, 2026). Die Tage werden also ohnehin investiert. Entscheidend ist, wer in jedem Termin gegenübersitzt.
Legen Sie vorab fest, welche Investoren Sie erreichen möchten und welche Rückmeldungen Sie anschließend erfassen. Dann lässt sich die Terminplanung später mit den ursprünglichen Zielen vergleichen.
Kapitalmarkttag organisieren in sechs Schritten
Die folgenden Schritte orientieren sich am SIX-Handbuch. Klären Sie zuerst, welche neuen Informationen oder strategischen Einblicke die Veranstaltung bieten soll.
Kapitalmarkttag
Vom Anlass bis zur Wahrnehmungsstudie
- Etwa T minus 6 Monate Anlass und Termin Neue Strategie oder Ziele? Datum fern von Berichtsterminen und Branchenmessen.
- T minus 5 Monate Einladungsliste Bestehende Aktionäre, Zielinvestoren, Analysten, bei Bedarf Anleiheinvestoren und Nachhaltigkeitsteams.
- T minus 4 Monate Programm und Redner Strategie, Geschäftsbereiche, Finanzrahmen, Risiken, viel Zeit für Fragen; Proben einplanen.
- T minus 3 Monate Format und Technik Präsenz, hybrid oder virtuell; Webcast und Aufzeichnung zuverlässig aufsetzen.
- T minus 6 Wochen Zweiter Terminplan Vertiefungsrunden nach Interesse belegen, 1:1- und Gruppentermine vergeben.
- Danach Nachbereitung Unterlagen sofort veröffentlichen, Feedback sammeln, Wahrnehmungsstudie nach 12 bis 18 Monaten.
Programm und Format
Ein Kapitalmarkttag muss nicht lang sein, um zu wirken. Straumann lud für den 25. November 2025 von 9 bis etwa 13.30 Uhr ein, mit Webcast, späterer Aufzeichnung und Fragen über eine vorab angemeldete Telefonkonferenz (Straumann, 2025). Ein halber Tag reicht, wenn das Programm straff ist. SIX nennt als Bausteine:
- Strategie, einschließlich adressierbarem Markt und der Frage, warum das Unternehmen gewinnen kann.
- Vertiefungen zu Geschäftsbereichen, Produkten oder Technologien.
- Den Finanzrahmen mit Kennzahlen, Kapitalallokation und Ausschüttungen.
- Das Szenario der Skeptiker und die wichtigsten Risiken, jeweils mit Gegenmaßnahmen.
- Reichlich Zeit für Fragen, dazu optional Vertiefungsrunden, Vorführungen oder Standortbesuche.
Der zweite Terminplan rund um das Plenum
Neben dem Plenum brauchen Sie einen Plan für die Einzel- und Gruppengespräche davor und danach. Angenommen, zwölf Fonds möchten nach der letzten Präsentation je zwanzig Minuten mit dem Finanzvorstand. Das sind vier Stunden Vorstandszeit in einem Fenster von zwei Stunden. Legen Sie deshalb vorab fest, wer welche Art von Termin bekommt:
- Größte Aktionäre und wichtigste Zielinvestoren: ein 1:1-Termin mit Finanzvorstand oder Vorstandsvorsitz, weil sie die Investmentthese im Detail prüfen wollen.
- Investoren mit ähnlichen Fragen oder kleineren Positionen: ein Gruppentermin, etwa ein Frühstück, damit eine Stunde mehrere Fonds bedient.
- Spezialisten für einzelne Geschäftsbereiche: die Vertiefungsrunde mit der jeweiligen Bereichsleitung statt eines Vorstandstermins.
- Anleiheinvestoren: eine eigene Runde zu Finanzierung und Verschuldung, damit sie nicht durch eine Produktvorführung sitzen.
Belegen Sie die Vertiefungsrunden nach Interesse, nicht nach Anmeldereihenfolge. So können Sie Fragen zu Strategie, Finanzierung oder einzelnen Geschäftsbereichen gezielt den passenden Ansprechpartnern zuordnen.
Roadshow und Investorenkonferenz: wenn der Vorstand reist
Für Roadshows gilt dieselbe Rechnung, nur verteilt auf mehrere Städte. SIX gibt eine klare erste Regel: Gehen Sie nur auf Roadshow, wenn es etwas zu sagen gibt, und legen Sie die Reise direkt nach der Veröffentlichung der Zahlen (SIX, 2025). Drei weitere Empfehlungen aus dem Handbuch sparen Vorstandszeit:
- Eigene Zielliste vorgeben. Haben Sie eine klare Vorstellung, wen Sie treffen wollen, und nehmen Sie wichtige Investoren auch dann auf, wenn der Broker keinen Kontakt zu ihnen hat. Wählen Sie Broker nach der Qualität ihrer Investorenauswahl, nicht nach dem Namen.
- Besetzung nach Investor. Strategieorientierte Investoren passen zum Vorstandsvorsitz, zahlenorientierte zum Finanzvorstand. An einen neuen Finanzplatz reisen beim ersten Mal nur Finanzvorstand und IR.
- Rückmeldung einholen. Feedback über die Broker sammeln, an den Vorstand weitergeben und zugesagte Unterlagen zügig nachreichen.
Investorenkonferenzen bündeln diesen Aufwand an einem Ort. Neben dem Eigenkapitalforum organisieren viele Broker eigene Konferenzen, auf denen Unternehmen in festen Zeitfenstern Investoren treffen. Virtuelle Termine füllen Lücken: Rein virtuelle Roadshows haben sich 2025 auf 8 Prozent verdoppelt (IR Impact, 2026), und ein Videogespräch mit einem Fonds in Zürich oder London kostet keinen Reisetag.
Ad-hoc-Pflicht: eine Botschaft für alle Investoren
Jedes Einzelgespräch birgt ein Risiko, das das Plenum nicht hat: Ein Fonds erfährt etwas, das der Markt noch nicht kennt. Nach Artikel 17 Absatz 1 der Marktmissbrauchsverordnung (MAR) müssen Emittenten Insiderinformationen „so bald wie möglich“ veröffentlichen. Gibt ein Emittent eine Insiderinformation im normalen Rahmen seiner Tätigkeit an Dritte weiter, muss er sie vollständig und wirksam veröffentlichen: zeitgleich bei absichtlicher, unverzüglich bei unabsichtlicher Weitergabe, sofern der Empfänger nicht zur Verschwiegenheit verpflichtet ist (Art. 17 Abs. 8, Verordnung (EU) Nr. 596/2014). Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erläutert die Anwendung im Modul C ihres Emittentenleitfadens (2020).
Für die Planung folgen daraus drei Gewohnheiten. Veröffentlichen Sie Präsentation und Webcast zu Beginn des Kapitalmarkttags, nicht danach. Bereiten Sie für jedes Einzel- und Gruppengespräch eine Liste schwieriger Fragen mit abgestimmten Antworten vor. Halten Sie jedes Gespräch kurz fest, wie es SIX ohnehin für Investorenprofile empfiehlt. Dieser Abschnitt ist Orientierung, keine Rechtsberatung; die Regeln für Ihr Unternehmen legen Rechtsabteilung und Compliance fest.
Wann sich Software für die Terminplanung lohnt
Die Veröffentlichungsregel gilt in jeder Größenordnung, der Planungsaufwand nicht. Eine Roadshow mit zwölf Terminen in zwei Städten läuft gut mit der Tabelle des Brokers und einem geteilten Kalender. Software lohnt sich, sobald viele Unternehmen an einem Ort viele Investoren treffen: auf Broker- und Börsenkonferenzen wie dem Eigenkapitalforum mit seinen 230 Räumen oder auf einem Kapitalmarkttag mit parallelen Vertiefungsrunden und zahlreichen Terminanfragen.
Dann brauchen Sie Zeitfenster, in die beide Seiten buchen, Regeln dafür, wer wen anfragen darf, Obergrenzen, damit gefragte Vorstände nicht überbucht werden, und einen Export, der aus bestätigten Terminen Nachfasslisten macht. Die sechs Kriterien aus unserem Vergleich der besten Matchmaking-Plattformen für Investoren-Meetings gelten hier genauso wie auf Startup-Veranstaltungen. Bevor eine Software Termine baut, muss allerdings die Gästeliste stimmen. Bei offener Anmeldung ist deshalb der Prüfrahmen aus dem Beitrag Investoren qualifizieren vor dem 1:1-Marathon der bessere erste Schritt.
Die Meeting-Matrix von Converve arbeitet mit den Zeitfenstern, die Sie festlegen, und mit Regeln dafür, welche Teilnehmergruppen sich treffen und wie viele Anfragen jede Person senden oder erhalten darf. Auf einer Investorenkonferenz fragen Unternehmen und Investoren im selben Raster an, und jeder bestätigte Termin erscheint in beiden Terminplänen. Wie das funktioniert, zeigt die B2B-Matchmaking-Plattform.
Zielkontakte, Rückmeldungen und Folgegespräche auswerten
Werten Sie neben der Gesamtzahl der Termine aus, welche Investoren Ihrer Zielliste Sie tatsächlich erreicht haben. Halten Sie fest, wie viele davon neue Namen waren und wie viele bestehende Aktionäre. SIX empfiehlt, Feedback über die Broker zu sammeln, an den Vorstand weiterzugeben und zugesagte Unterlagen zügig zu liefern. Nach einem Kapitalmarkttag zeigt eine Wahrnehmungsstudie 12 bis 18 Monate später, ob die neuen Ziele angekommen sind (SIX, 2025).
Ein frühes Signal liefert die Zusagequote. Der Anbieter weconvene, der Software für Roadshows verkauft, nennt 40 bis 60 Prozent für gezielte Anfragen als Branchenwert (weconvene, 2026, Anbieterangabe). Liegt Ihre Quote deutlich darunter, prüfen Sie Zielliste, Zeitpunkt und Rückmeldungen auf die Einladung. Der Anbieterwert ist ein Vergleichspunkt, keine verbindliche Zielmarke. Wer zusätzlich eine Startup-Konferenz mit Investorenprogramm veranstaltet, findet die Grundlagen zur Zuordnung von Gründern und Investoren im Beitrag Was ist Investor Matchmaking?.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Kapitalmarkttag?
Ein Kapitalmarkttag (Capital Markets Day oder Investor Day) ist eine Veranstaltung, auf der ein Unternehmen Investoren und Analysten seine Strategie und Mittelfristziele vorstellt. Laut SIX Investor Relations Handbuch (2025) findet er bei manchen Unternehmen jährlich statt, bei anderen alle zwei bis drei Jahre, wenn ein neuer Strategieplan vorliegt. Er ist freiwillig, anders als die Hauptversammlung.
Wie lange im Voraus sollte man einen Kapitalmarkttag planen?
Mindestens sechs Monate, empfiehlt das SIX-Handbuch (2025), mit einem Termin fern von Berichtsterminen und großen Branchenveranstaltungen. Die Commerzbank kündigte ihren Kapitalmarkttag knapp vier Monate vorher an, am 18. Oktober 2024 für den 13. Februar 2025 (Commerzbank, 2024).
Wie lange dauert ein Kapitalmarkttag?
Meist einen halben bis einen ganzen Tag. Straumann plante seinen Kapitalmarkttag am 25. November 2025 von 9 bis etwa 13.30 Uhr, mit Webcast und späterer Aufzeichnung (Straumann, 2025). Hinzu kommen oft Einzel- und Gruppentermine vor oder nach dem Plenum.
Was ist der Unterschied zwischen Kapitalmarkttag und Roadshow?
Beim Kapitalmarkttag kommen Investoren und Analysten zum Unternehmen, bei der Roadshow reist der Vorstand zu den Investoren. Eine Non Deal Roadshow dauert laut SIX (2025) in der Regel zwei bis drei Tage, wird meist von Brokern organisiert und sollte nicht mehr als sechs Termine pro Tag umfassen.
Dürfen im Einzelgespräch mit Investoren neue Informationen fallen?
Für Insiderinformationen gelten die Veröffentlichungspflichten der MAR. Nach Artikel 17 Absatz 8 der Marktmissbrauchsverordnung (MAR) muss eine an Dritte weitergegebene Insiderinformation vollständig veröffentlicht werden, bei absichtlicher Weitergabe zeitgleich, sofern der Empfänger nicht zur Verschwiegenheit verpflichtet ist. Die BaFin erläutert das im Modul C ihres Emittentenleitfadens (2020). Was in Ihrem Fall gilt, klärt Ihre Rechtsabteilung.
Programm und Investorentermine gemeinsam planen
Ein Kapitalmarkttag braucht ein inhaltlich überzeugendes Programm und einen realistischen Gesprächsplan. Stimmen Sie beides frühzeitig mit der verfügbaren Vorstandszeit ab. Beginnen Sie mit der Zielliste, vergeben Sie Einzel- und Gruppentermine bewusst, sprechen Sie mit einer Stimme zu allen Investoren und messen Sie am Ende gegen die Liste, mit der Sie angefangen haben.
Sie organisieren eine Investorenkonferenz oder einen Kapitalmarkttag und möchten, dass Unternehmen und Investoren in einem gemeinsamen Terminplan buchen? Sprechen Sie uns an.