Die Leiterin Veranstaltungen eines Branchenverbands in Frankfurt hat 40.000 Euro, einen Nachmittag im November und einen Vorstand, der im nächsten Bericht “mehr Kontakte zwischen den Mitgliedern” sehen will. Mit einem Webinar erreicht sie 2.000 Personen. Mit einem Matchmaking-Tag erreicht sie 300. Nur eines der beiden Formate bringt bestätigte Meetings in den Bericht. Um diese Entscheidung geht es in diesem Leitfaden.
Virtuelle Events sind längst kein Ersatzformat mehr. Laut eventplanner.de (2026) setzen Unternehmen digitale Formate heute “deutlich zielgerichteter” ein als im Hype der Pandemiejahre, und 86 Prozent der B2B-Unternehmen melden innerhalb von sieben Monaten nach einer Hybridveranstaltung einen positiven ROI (Return on Investment). Die Frage lautet 2026 also nicht, ob Sie virtuelle Events einsetzen. Sie lautet, welches der zehn Formate unten das Ergebnis liefert, an dem Sie gemessen werden.
Im Folgenden erklären wir jedes Format, bewerten seinen Networking-Ertrag (wie viele echte 1:1-Gespräche es pro Teilnehmer erzeugt) und geben Ihnen am Ende eine Entscheidungsmatrix, die Ziel, Teilnehmerzahl und Budget dem passenden Format zuordnet.
Was sind virtuelle Events?
Ein virtuelles Event ist eine organisierte Veranstaltung, die vollständig online stattfindet und Live- oder On-Demand-Inhalte mit interaktiven Werkzeugen wie Chat, Umfragen, Breakout-Räumen und terminierten 1:1-Meetings verbindet. Die zehn gängigsten Arten sind Webinare, virtuelle Konferenzen, virtuelle Messen, virtuelle Networking-Events, virtuelle Karrieremessen, Hosted-Buyer-Programme, virtuelle Produktvorstellungen, virtuelle Workshops, virtuelle Teambuilding-Formate und Hybrid-Events.
Was die Formate unterscheidet, ist nicht die Technik. Die meisten laufen auf ähnlichen Plattformen. Der Unterschied liegt in der Richtung der Interaktion: eins-zu-viele (Webinar), viele-zu-viele (Konferenz, Messe) oder eins-zu-eins (Matchmaking-Programm). Diese Richtung bestimmt, wie viele Geschäftsgespräche am Ende stehen. Und genau diese Zahl interessiert Ihren Vorstand.
Der Markt dahinter wächst weiter. Grand View Research beziffert den weltweiten Markt für virtuelle Events in seinem Bericht 2026 auf 119,8 Milliarden US-Dollar für 2025 und erwartet 145,0 Milliarden für 2026, bis 2033 sollen es 472,9 Milliarden werden, eine CAGR (durchschnittliche jährliche Wachstumsrate) von 18,4 Prozent. Für Sie als Veranstalter heißt das: Ihre Zielgruppe wird jedes Jahr zu mehr virtuellen Veranstaltungen eingeladen. Ein Format, das nur Zuschauer produziert, verliert diese Zielgruppe.
Was sind Online-Events, und was unterscheidet sie von anderen Formaten?
Im deutschsprachigen Raum werden “virtuelles Event” und “Online-Event” meist synonym gebraucht, und das ist in der Regel korrekt. Gemeint sind Veranstaltungen, die ausschließlich digital stattfinden: ohne Veranstaltungsort, ohne hybriden Anteil, konzipiert für Teilnehmende aus mehreren Regionen und Zeitzonen. Das Spektrum reicht vom Webinar mit 50 Personen bis zur mehrtägigen internationalen Konferenz mit Zehntausenden.
Der strategische Vorteil liegt in den Daten ebenso wie in den Kosten. Kein Präsenzformat bringt Teilnehmende aus München, Wien, Zürich und Singapur am selben Nachmittag zusammen, und keines misst so genau, wer welche Session wie lange verfolgt und wer welches Meeting gebucht hat. Bizzabo weist für 2026 aus, dass virtuelle Sessions im Schnitt zu 71 Prozent ihrer Länge angesehen werden, bei rund 46 Minuten Sehzeit pro Session. Das ist die Aufmerksamkeit, die Ihr Programm halten muss, bevor jemand eine Meeting-Anfrage öffnet.
Marktdaten
Der Markt für virtuelle Events in Zahlen
10 Arten virtueller Events im Überblick
Jedes Format trägt eine Bewertung des Networking-Ertrags: gering, mittel, hoch oder maximal. Die Bewertung beschreibt, wie viele qualifizierte 1:1-Gespräche das Format typischerweise pro Teilnehmer erzeugt, nicht, wie “interaktiv” es sich anfühlt.
1. Webinare
Ein Webinar, kurz für “Web-Seminar”, ist eine einsträngige Online-Session, in der ein oder mehrere Referenten Inhalte für ein Live-Publikum aufbereiten, ergänzt um Fragerunden, Umfragen und Chat. Webinare bleiben das Arbeitspferd des B2B-Marketings: Mordor Intelligence ordnet dem Format 45,75 Prozent des gesamten Umsatzes mit virtuellen Events im Jahr 2025 zu, und laut Bizzabo (2026) melden 61 Prozent der Veranstalter steigende Webinar-Teilnahmen im Jahresvergleich. Das Format ist günstig, wiederholbar und leicht aufzuzeichnen.
Networking-Ertrag: Gering. Ein Webinar richtet alle Teilnehmenden auf die Bühne aus, nicht aufeinander. Fragerunden und Chat schaffen etwas Interaktion, aber niemand verlässt ein Webinar mit drei bestätigten Terminen.
Besonders geeignet für: Leadgewinnung, Produktschulungen, Fachvorträge und die Betreuung einer Zielgruppe zwischen größeren Veranstaltungen.
2. Virtuelle Konferenzen
Eine virtuelle Konferenz bildet die Mehrstrang-Struktur einer Präsenzkonferenz digital ab: Keynotes, Breakout-Räume, Sponsorenbereiche und eine eigene Networking-Ebene. Teilnehmende wechseln zwischen Sessions, nehmen an Roundtables teil und vereinbaren 1:1-Meetings, ohne den Schreibtisch zu verlassen. Konferenzen und Summits machten 2025 nach Anwendung 42,64 Prozent des Marktes für virtuelle Events aus (Mordor Intelligence, 2026), das zweitgrößte Segment nach Webinaren.
Networking-Ertrag: Hoch, wenn die Meeting-Ebene von Anfang an eingeplant ist statt nachträglich angehängt. Die Programmstruktur schafft natürliche Pausen für Gespräche, und Plattformen mit profilbasiertem Matching und gemeinsamem Terminkalender machen aus diesen Pausen gebuchte Termine. Welche Werkzeuge das leisten, zeigt unser Vergleich der besten Event-Networking-Apps.
Besonders geeignet für: Branchenverbände, Fachkongresse, Jahrestagungen und große B2B-Veranstaltungen mit parallelen Programmsträngen.
3. Virtuelle Messen und Online-Expos
Eine virtuelle Messe überträgt die Aussteller-Besucher-Dynamik einer Präsenzmesse in eine digitale Umgebung. Aussteller richten virtuelle Stände ein; Besucher stöbern, sammeln Unterlagen und buchen Gespräche. Mordor Intelligence erwartet für virtuelle Expos, Messen und Festivals bis 2031 ein Wachstum von 11,43 Prozent pro Jahr, mehr als der Marktdurchschnitt im selben Modell, weil Veranstalter zwischen zwei Präsenzterminen zu geringen Zusatzkosten eine Online-Ausgabe anbieten können.
Networking-Ertrag: Hoch für strukturierte Gespräche zwischen Einkäufern und Anbietern. Das Format ist von Natur aus transaktional und damit die natürliche Heimat für vorab terminierte Buyer-Seller-Meetings und Beschaffungsveranstaltungen, bei denen qualifizierte Kontakte das Ergebnis sind.
Besonders geeignet für: Fachverbände, Destination Marketing Organizations (DMOs), Beschaffungsveranstaltungen und internationale Tourismusmessen.
4. Virtuelle Networking-Events
Virtuelle Networking-Events stellen die Vernetzung in den Mittelpunkt, nicht den Inhalt. Sie arbeiten mit Speed-Networking-Runden, rotierenden Breakout-Gruppen oder interessenbasierten Zuteilungen, damit Menschen ins Gespräch kommen, die sich sonst nie begegnet wären. Die besten Formate sind vorab konstruiert: Teilnehmerprofile werden bei der Anmeldung erfasst, und eine Matching-Logik ordnet Gespräche nach Rolle, Interesse oder erklärtem Ziel zu.
Eine Sonderform hat sich im DACH-Raum seit 2020 etabliert: die 365-Tage-Community. Statt einmal im Jahr zu netzwerken, treffen sich Mitglieder über eine dauerhaft geöffnete Plattform in kleinen, regelmäßigen Online-Formaten. Verbände nutzen das, um die Dynamik der Jahrestagung über das Jahr zu tragen und Sponsoren mehrere Kontaktpunkte statt eines einzigen zu verkaufen.
Networking-Ertrag: Sehr hoch, wenn strukturiert; unzuverlässig, wenn zufällig. Zufällige Breakout-Räume erzeugen Small Talk. Profilbasiertes Matching erzeugt Gespräche, aus denen Folgetermine entstehen. Die Mechanik dahinter, von der Profilgestaltung bis zur Slot-Länge, beschreibt unsere Anleitung zu virtuellen Networking-Events, die echte Meetings liefern.
Besonders geeignet für: Berufsverbände, Alumni-Netzwerke, Startup- und Investorengemeinschaften und jede Veranstaltung, bei der Beziehungsaufbau das Hauptziel ist.
5. Virtuelle Karrieremessen
Eine virtuelle Karrieremesse bringt Bewerbende und Arbeitgeber über strukturierte Einzelgespräche, Infosessions in Gruppen und Unternehmensstände zusammen. Viele Plattformen ergänzen automatisiertes Screening und Terminplanung, damit ein begrenztes Zeitfenster möglichst viele qualifizierte Gespräche erzeugt. Für Veranstalter fällt die geografische Hürde auf beiden Seiten weg, was vor allem bei internationalem Recruiting zählt.
Networking-Ertrag: Hoch im strukturierten Rahmen. Das Matching von Bewerbenden und Arbeitgebern ist im Kern ein Networking-Problem: Die richtige Vorstellung zum richtigen Zeitpunkt leistet, was keine Stellenbörse kann.
Besonders geeignet für: Hochschulen, Personaldienstleister, große Personalabteilungen und branchenspezifische Recruiting-Veranstaltungen.
6. Hosted-Buyer-Programme
Hosted-Buyer-Programme sind das am stärksten kontrollierte und kommerziell präziseste Format im virtuellen und hybriden Bereich. Der Veranstalter stellt eine kuratierte Gruppe vorab qualifizierter Einkäufer zusammen, Entscheider mit bestätigtem Budget und konkretem Beschaffungsbedarf, und bringt sie mit ausgewählten Anbietern zusammen, die genau diese Zielgruppe erreichen wollen. Jedes Meeting wird nach Regeln vergeben, die der Veranstalter festlegt. Nichts bleibt dem Zufall überlassen.
Das entscheidende Merkmal ist die Kontrolle durch den Veranstalter. Er bestimmt, wer wen trifft, und ebenso wichtig, wer wen nicht trifft. Veranstalter solcher Programme sind Branchenkenner: Sie wissen, welcher Anbieter zu welchem Einkäufer passt, welche Gespräche es wert sind, gezielt herbeigeführt zu werden, und welche Paarungen beiden Seiten die Zeit stehlen würden. Diese Expertise ist das Produkt.
Für Einkäufer liegt der Wert im Zugang: gesponserte oder bezuschusste Teilnahme im Tausch gegen eine garantierte Zahl bestätigter Gespräche mit passenden Anbietern. Für Anbieter liegt der Wert in der Präzision: Jeder bezahlte Gesprächsslot ist mit einer geprüften Entscheidungsperson besetzt. Die Abschlussquoten aus Hosted-Buyer-Meetings liegen deutlich über denen offener Messekontakte, weshalb das Format bei ITB Berlin, WTM London und IMEX fest verankert ist und in Beschaffung, Beratung und Technologie-Events wächst.
Networking-Ertrag: Maximal, innerhalb eines kuratierten Kreises. Hosted-Buyer-Programme erzeugen kein breites Networking unter Gleichgestellten. Sie erzeugen eine kleine Zahl hochwertiger, vorab qualifizierter Geschäftsgespräche. Qualität vor Quantität, mit Absicht.
Besonders geeignet für: Tourismusmessen, Beschaffungsveranstaltungen, Fachmessen für Beratungsleistungen und alle Veranstaltungen, bei denen das Branchenwissen des Veranstalters der Wettbewerbsvorteil ist.
Networking
Warum strukturierte Formate offene Räume schlagen
Bei der letzten Zahl lohnt es sich, kurz innezuhalten. Wenn Leads aus virtuellen Formaten nur etwa ein Drittel so oft konvertieren wie Präsenzkontakte, muss das Format mehr qualifizierte Gespräche pro Teilnehmer erzeugen, nicht mehr Anmeldungen, um dieselbe Pipeline zu füllen. Formate mit Meeting-Ebene schaffen das. Sendeformate nicht.
Lösung: Die Matchmaking-Plattform von Converve ist für B2B-Programme gebaut, die strukturierte, skalierbare 1:1-Meetings brauchen. Sie als Veranstalter definieren die Meeting-Matrix (Einkäufer- und Anbieterkategorien, Pflichtpaarungen, VIP-Kontingente), die Plattform übernimmt profilbasiertes Matching, Terminplanung und Auswertung in einem System, für virtuelle, hybride und Präsenzformate gleichermaßen. So funktioniert das Matchmaking von Converve.
7. Virtuelle Produktvorstellungen
Eine virtuelle Produktvorstellung verbindet Live-Präsentation, Produktdemo und Fragerunde, um ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung einem verteilten Publikum im selben Moment vorzustellen. Das Format erlaubt Publikumsreaktionen in Echtzeit, vorab gebuchte Medienslots und sofortige Nachfassaktionen über angebundene CRM-Systeme (Customer Relationship Management). Mordor Intelligence führt Produktvorstellungen als die am schnellsten wachsende Anwendung im Markt, mit 12,01 Prozent pro Jahr bis 2031.
Networking-Ertrag: Gering. Die Beziehung läuft zwischen Publikum und Marke, nicht zwischen den Teilnehmenden. Networking unter Gleichgestellten ist hier nicht das Ziel.
Besonders geeignet für: Softwarehersteller, Konsumgütermarken und Organisationen, die eine wichtige Neuerung einem breiten Kreis von Stakeholdern ankündigen.
8. Virtuelle Workshops und Schulungen
Anders als Webinare verlangen virtuelle Workshops aktive Mitarbeit von allen. Teilnehmende bearbeiten Aufgaben, tragen zu gemeinsamen Ergebnissen bei und erhalten direkt Rückmeldung von der Moderation. Gruppenarbeit in Breakout-Räumen, geteilte Whiteboards, Live-Abstimmungen und Fallbesprechungen halten die Beteiligung hoch. Das Format funktioniert am besten in kleinen Gruppen, in denen alle eine Rolle oder eine fachliche Herausforderung teilen.
Networking-Ertrag: Mittel. Gemeinsame Übungen bauen Kontakte als Nebenprodukt auf, besonders wenn die Teilnehmenden aus demselben Fachgebiet kommen. Workshop-Alumni bleiben oft lange nach der Session in Kontakt.
Besonders geeignet für: Weiterbildungsprogramme, Compliance-Schulungen, Zertifizierungen und Kompetenzaufbau für definierte Berufsgruppen.
9. Virtuelle Teambuilding-Formate
Virtuelle Teambuilding-Formate richten sich nach innen: Sie stärken Beziehungen in einer verteilten Belegschaft, statt neue externe Kontakte zu schaffen. Das reicht vom Online-Quiz und kooperativen Spielen bis zu moderierten Strategie-Sessions und abteilungsübergreifenden Innovationssprints. Da Remote- und Hybridarbeit für einen großen Teil der Büroangestellten Standard geworden ist, deckt das Format einen echten Bedarf.
Networking-Ertrag: Mittel, innerhalb einer geschlossenen Gruppe. Das Format vertieft bestehende Beziehungen, statt neue zu schaffen, und genau das brauchen verteilte Teams.
Besonders geeignet für: Remote- und Hybridunternehmen, verteilte Teams und interne Programme für Organisationen mit mehreren Standorten.
10. Hybrid-Events
Ein Hybrid-Event verbindet eine Präsenzveranstaltung mit einem virtuellen Anteil, sodass beide Publikumsgruppen gleichzeitig teilnehmen. Eine von Cadmium (2026) zitierte Zoom-Studie beziffert die durchschnittliche Budgetverteilung von Veranstaltern auf 37 Prozent hybrid, 35 Prozent virtuell und 28 Prozent reine Präsenz. Damit ist hybrid in vielen Eventbudgets der größte Einzelposten. Der Reiz liegt in der Reichweite, ohne die Tiefe des Präsenzerlebnisses aufzugeben.
Die zentrale Herausforderung ist Gleichbehandlung: Digitale Teilnehmende sollen dieselbe Networking-Qualität bekommen wie die Menschen im Saal. Plattformen, die einen einzigen Terminkalender über beide Gruppen führen, kommen dem am nächsten. Ob sich diese Investition für Ihre Veranstaltung rechnet, und wo nicht, behandelt unsere aktualisierte Analyse zu Vor- und Nachteilen hybrider Events; die operative Seite deckt unser Leitfaden zur Planung hybrider Events ab.
Networking-Ertrag: Variabel. Gut umgesetzt liefert hybrid hohen Ertrag für beide Gruppen. Schlecht umgesetzt entsteht eine Zwei-Klassen-Veranstaltung, in der die digitalen Teilnehmenden zusehen, wie andere netzwerken.
Besonders geeignet für: Jahreskonferenzen, Leitmessen einer Branche und Organisationen mit Stakeholdern, die nicht alle an einen Ort reisen können.
Welches Format passt zu Ihrer Veranstaltung?
Zurück zur Leiterin Veranstaltungen mit 40.000 Euro und einem Novembernachmittag. Ihre Entscheidung hängt an vier Variablen, und die Tabelle unten ordnet sie den zehn Formaten zu.
| Format | Richtung | Networking-Ertrag | Sinnvolle Größe (Teilnehmende) | Relativer Aufwand |
|---|---|---|---|---|
| Webinar | Eins-zu-viele | Gering | 100 bis 5.000+ | Gering |
| Virtuelle Konferenz | Viele-zu-viele | Hoch | 300 bis 10.000 | Mittel bis hoch |
| Virtuelle Messe | Viele-zu-viele, mit Meeting-Ebene | Hoch | 200 bis 5.000 | Mittel bis hoch |
| Virtuelles Networking-Event | Eins-zu-eins | Sehr hoch | 50 bis 500 | Gering bis mittel |
| Virtuelle Karrieremesse | Eins-zu-eins | Hoch | 200 bis 3.000 | Mittel |
| Hosted-Buyer-Programm | Eins-zu-eins, kuratiert | Maximal | 50 bis 800 | Mittel |
| Virtuelle Produktvorstellung | Eins-zu-viele | Gering | 500 bis 20.000+ | Mittel |
| Virtueller Workshop | Kleingruppe | Mittel | 10 bis 100 | Gering |
| Virtuelles Teambuilding | Geschlossene Gruppe | Mittel | 10 bis 200 | Gering |
| Hybrid-Event | Gemischt | Variabel | 200 bis 5.000 | Hoch |
Ihr Hauptziel. Reichweite und Leadgewinnung sprechen für Webinare und Produktvorstellungen. Beziehungsaufbau spricht für Networking-Events, Hosted-Buyer-Programme und Konferenzen mit Meeting-Track. Interne Bindung spricht für Workshops und Teambuilding.
Ihre Teilnehmerzahl. Sendeformate skalieren mit überschaubarer Infrastruktur auf Tausende. Meeting-Formate funktionieren am besten zwischen 50 und 500 Teilnehmenden, wo Passgenauigkeit und Gesprächstiefe am höchsten sind. Darüber brauchen Sie Regeln (Kategorien, Kontingente, Pflichtpaarungen), damit der Terminplan nicht im Rauschen untergeht.
Ihr Networking-Anspruch. Wenn bestätigte 1:1-Meetings das Ergebnis sind und kein Bonus, wählen Sie ein Hosted-Buyer-Programm oder betten Sie einen kuratierten Meeting-Track in eine Konferenz oder Messe ein. Sind Meetings zweitrangig, bringt ein Webinar mit sauberer Nachfassstrecke oft mehr als eine halb ausgebaute Networking-Ebene.
Ihr Budget. Webinare sind am günstigsten. Hybrid-Events sind am teuersten. Matchmaking-Formate liegen dazwischen und liefern, gerechnet pro bestätigtem Meeting, meist den besten Ertrag der zehn. Was die Plattformseite kostet, schlüsselt unser Preisleitfaden für Event-Matchmaking-Software auf.
Sie müssen sich nicht auf ein Format festlegen. Viele B2B-Programme nutzen eine Webinarreihe als Zulauf für die jährliche Hosted-Buyer-Messe oder betten einen Matchmaking-Track in eine virtuelle Konferenz ein. Die Formate lassen sich kombinieren. Was sich nicht kombinieren lässt, ist die Messgröße: Legen Sie vor der Plattformbuchung fest, ob Ihr Bericht an den Vorstand Zuschauer zählt oder Meetings.
Häufig gestellte Fragen
Welche Arten virtueller Events gibt es?
Die zehn wichtigsten Arten sind Webinare, virtuelle Konferenzen, virtuelle Messen und Online-Expos, virtuelle Networking-Events, virtuelle Karrieremessen, Hosted-Buyer-Programme, virtuelle Produktvorstellungen, virtuelle Workshops und Schulungen, virtuelle Teambuilding-Formate und Hybrid-Events. Sie unterscheiden sich vor allem in der Richtung der Interaktion: eins-zu-viele, viele-zu-viele oder eins-zu-eins.
Was sind die drei Grundtypen virtueller Meetings?
Nach Interaktionsrichtung gibt es drei: Eins-zu-viele-Formate (Webinare, Produktvorstellungen), Viele-zu-viele-Formate (virtuelle Konferenzen, Messen, Workshops) und Eins-zu-eins-Formate (Matchmaking-Sessions, Hosted-Buyer-Programme, Interviews auf Karrieremessen). Eins-zu-eins-Formate erzeugen die meisten Geschäftsgespräche pro Teilnehmer.
Welche Beispiele für virtuelle Events gibt es?
Typische B2B-Beispiele sind ein 60-minütiges Produktwebinar mit Live-Fragerunde, eine zweitägige virtuelle Branchenkonferenz mit parallelen Tracks, eine Online-Tourismusmesse mit vorab terminierten Einkäufer-Anbieter-Gesprächen, eine virtuelle Karrieremesse mit 15-Minuten-Interviews und eine hybride Jahrestagung mit gemeinsamem Terminkalender für Saal und Bildschirm.
Welches virtuelle Format erzeugt die meisten Geschäftsmeetings?
Hosted-Buyer-Programme und strukturierte virtuelle Networking-Events erzeugen die meisten bestätigten 1:1-Meetings pro Teilnehmer, weil die Teilnehmenden anhand von Profilen zusammengeführt und die Termine vorab geplant werden. Webinare und Produktvorstellungen erzeugen die wenigsten, weil die Interaktion von der Bühne ins Publikum läuft und nicht zwischen den Teilnehmenden.
Wie groß ist der Markt für virtuelle Events 2026?
Grand View Research (2026) beziffert den weltweiten Markt für virtuelle Events auf 145,0 Milliarden US-Dollar für 2026, nach 119,8 Milliarden 2025, und erwartet 472,9 Milliarden bis 2033. Die Schätzungen hängen von der Abgrenzung ab: Mordor Intelligence (2026) rechnet enger und kommt für 2026 auf 16,61 Milliarden US-Dollar.
Webinar oder virtuelles Networking-Event: wie entscheide ich?
Fragen Sie, was der Bericht nach der Veranstaltung zeigen muss. Lautet die Antwort Reichweite, Anmeldungen und Downloads, planen Sie ein Webinar. Lautet sie bestätigte Meetings, Folgetermine und Pipeline, planen Sie ein strukturiertes Networking-Event oder ein Hosted-Buyer-Programm und halten Sie die Gruppe zwischen 50 und 500 Personen, damit das Matching präzise bleibt.
Fazit: Meetings zählen, nicht Zuschauer
Virtuelle Events sind 2026 eine bewusste Entscheidung, kein Notbehelf. Die zehn Formate oben reichen von schlanker Inhaltsverbreitung bis zu präzise konstruiertem B2B-Matchmaking, und der Unterschied zwischen ihnen zeigt sich in einer Zahl: wie viele echte Gespräche jeder Teilnehmer mitnimmt. Wählen Sie das Format nach der Zahl, an der Sie gemessen werden, und bauen Sie die Meeting-Ebene passend dazu.
Wenn die Qualität der Geschäftskontakte Ihr wichtigstes Erfolgskriterium ist, ob im Hosted-Buyer-Programm, in der Matchmaking-Konferenz oder auf der Messe mit strukturiertem Networking-Track, bietet Converve die Plattform, um das im großen Maßstab umzusetzen. Wir arbeiten mit Veranstaltern aus Tourismus, Verbänden und Unternehmen zusammen, damit jedes Meeting geplant ist und nicht zufällig entsteht.
Jedes dieser Formate muss finanziert werden; wie Sie Sponsorenstufen bepreisen, die tatsächlich gekauft werden, erklärt unser Beitrag zu Sponsoring-Paketen für virtuelle Events.
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