Makeathon, Ideathon, Datathon organisieren: Welches Format passt zu Ihrem Ziel?

Drei Veranstaltungen, ein Name. Im April 2026 bauten an der TU München mehr als 500 Studierende und junge Berufstätige in 48 Stunden KI-Prototypen für Aufgaben aus der Industrie, beim TUM.ai Makeathon. Im September bauten Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren auf der Landesgartenschau in Ellwangen drei Tage lang aus Elektroschrott, Karton und Mikrocontrollern eine gemeinsame Kettenreaktionsmaschine, beim Makeathon Ostwürttemberg. Und im Oktober entwickelten Teams auf der Bildverarbeitungsmesse VISION in Stuttgart in einer eintägigen Challenge erste Prototypen und stellten sie Fachbesuchern und Ausstellern vor. Alle drei heißen Makeathon. Gemeinsam haben sie wenig.

Für Sie als Veranstalter ist das mehr als eine Begriffsfrage, ob Sie an einer Hochschule, in einem Gründungszentrum, bei einer Messegesellschaft oder in der Innovationsabteilung eines Unternehmens arbeiten. Ihr Format braucht eine Freigabe: von der Hochschulleitung, von der Bereichsleitung der Messe, vom Vorstand. Diese Person fragt hinterher nicht, wie das Format hieß. Sie fragt, was es gebracht hat. In diesem Leitfaden zeigen wir Ihnen, was Makeathon, Ideathon, Datathon und Designathon unterscheidet, was jedes Format an Vorbereitung verlangt und wie Sie das passende wählen.

Unsere These: Der Name auf dem Plakat entscheidet wenig. Entscheidend ist, welches Ergebnis Sie am Montag danach in der Hand halten wollen und wen dieses Ergebnis im Raum verlangt.

Was unterscheidet Hackathon, Makeathon, Ideathon, Datathon und Designathon?

Alle fünf Formate folgen demselben Grundmuster: Kleine Teams arbeiten in fester Zeit an einer vorgegebenen Aufgabe, Mentoren unterstützen, am Ende bewertet eine Jury. Der Unterschied liegt im Ergebnis:

  • Ein Hackathon ist eine zeitlich begrenzte Veranstaltung, bei der Teams einen funktionierenden Prototyp als Software bauen, meist in 24 bis 48 Stunden.
  • Ein Makeathon ist eine zeitlich begrenzte Veranstaltung, bei der Teams einen gegenständlichen Prototyp bauen, meist in einer Werkstatt; inzwischen heißen auch manche KI-Bauwochenenden so.
  • Ein Ideathon ist eine zeitlich begrenzte Veranstaltung, bei der Teams Konzepte entwickeln und vorstellen, ohne etwas Lauffähiges zu bauen.
  • Ein Datathon ist eine zeitlich begrenzte Veranstaltung, bei der Teams einen vorbereiteten Datensatz auswerten, um eine gestellte Frage zu beantworten.
  • Ein Designathon ist ein Beteiligungsformat, bei dem Teams Lösungen gemeinsam mit den späteren Nutzern entwickeln, mit Vorbereitung, intensiver Arbeitsphase und Umsetzungsbegleitung.

Die Tabelle stellt die Formate aus Veranstaltersicht nebeneinander.

FormatErgebnis am Montag danachWer im Raum sein mussWas der Ort brauchtTypische DauerWas die Jury bewertet
HackathonLauffähige Software als DemoEntwickler, Gestalter, ProduktleuteWLAN, Strom, Testdaten, Schnittstellen24 bis 48 StundenFunktion, Passung zur Aufgabe
MakeathonGebauter, gegenständlicher PrototypIngenieure, Tüftler, Gestalter, AuszubildendeWerkstatt, Werkzeug, Material, SicherheitseinweisungEin bis drei TageFunktion, Bedienbarkeit, Herstellkosten
IdeathonBewertete KonzepteFachleute ohne Programmierkenntnisse, AufgabenstellerSeminarraum, Moderation, MentorenHalber bis ganzer TagPassung, Originalität, Machbarkeit
DatathonAnalyse oder Modell auf gegebenen DatenDatenfachleute, Analysten, Fachleute aus dem ThemenfeldFreigegebener Datensatz, Datenbeschreibung, sichere UmgebungEin Tag bis eine WocheAntwort auf die Frage, Methode, Grenzen der Daten
DesignathonMit Nutzern erprobtes KonzeptSpätere Nutzer, Gestalter, FachleuteArbeitsraum für gemischte Gruppen, angeworbene Nutzer, Umsetzungsplan3 Stunden bis 7 Tage intensive ArbeitNutzen für die Zielgruppe, Machbarkeit, Umsetzungsplan

Quelle: Converve-Redaktion; Dauer Designathon nach Tieosapjaroen et al., BMJ Global Health 2024. Die übrigen Dauern sind typische Spannen, keine Regeln.

Die entscheidende Spalte ist die dritte. Wer im Raum sitzen muss, bestimmt Ihre Ausschreibung, Ihren Ort und Ihr Budget. Ein Makeathon mit vierzig Entwicklern und ohne Werkstatt ist ein Hackathon mit Pappe. Ein Ideathon nur mit Informatikern liefert Ideen, die in der Fachabteilung niemand beurteilen kann. Wer im Raum sitzt, bestimmt das Format.

Der Makeathon: ein Begriff, vier Veranstaltungen

Am deutlichsten zeigt sich das beim Makeathon. Hinter dem Wort stehen im deutschsprachigen Raum mindestens vier sehr verschiedene Veranstaltungen.

An Hochschule und Schülerlabor: bauen lernen

Der Makeathon Ostwürttemberg ging 2026 in die fünfte Runde. Das Schülerlabor explorhino der Hochschule Aalen und zwei regionale Bildungseinrichtungen luden Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren ein, kostenlos und ohne Vorkenntnisse, mit Übernachtung und Verpflegung. Gebaut wurde mit Elektroschrott, Karton, Teilen aus 3D-Drucker und Laserschneider, Mikrocontrollern, Sensoren und Aktoren. Mentoren begleiteten die Teams von der Idee bis zum funktionierenden Prototyp (Pressemitteilung Makeathon Ostwürttemberg, 2026).

Hier ist das Ergebnis das Lernen selbst. Die Kettenreaktionsmaschine ist der Beweis, dass es geklappt hat.

In der Ausbildung: echte Probleme aus dem Betrieb

Einen anderen Zweck verfolgte das Mittelstand-Digital Zentrum Ruhr-OWL mit seinem Makeathon für Auszubildende im März 2024 in Paderborn. Bis zu 60 Auszubildende aus Mechatronik, Elektronik, IT und kaufmännischen Berufen arbeiteten zwei Tage lang in gemischten Teams an echten Problemen ihrer Ausbildungsbetriebe und stellten die Prototypen einer Jury vor. Die Betriebe trugen nur Reisekosten und Arbeitszeit, die Kosten vor Ort übernahm das Projekt (Unterlagen für Unternehmen, Mittelstand-Digital Zentrum Ruhr-OWL, 2024).

Für Kammern, Verbände und Wirtschaftsförderungen ist das ein interessantes Muster. Die Betriebe liefern die Aufgaben, die Auszubildenden lernen Teamarbeit über Berufsgrenzen hinweg, und der Veranstalter hält die Kosten für die Teilnehmer niedrig.

Auf der Messe: der Makeathon als Programmpunkt

Die Messe Stuttgart hat 2026 auf der VISION erstmals einen Makeathon ausgerichtet. Interdisziplinäre Teams aus Studierenden, Datenfachleuten, Startups und Systemintegratoren arbeiteten während der Messe vom 6. bis 8. Oktober in einer eintägigen Challenge auf einer eigenen Fläche mitten in der Halle an Aufgaben zu Kreislaufwirtschaft und digitaler Landwirtschaft. Aussteller und Makeathon-Fachleute des Unternehmens ITQ betreuten die Teams, die Abschlusspräsentationen liefen live vor Fachbesuchern und Ausstellern (Messe Stuttgart, Programmseite VISION Makeathon; ITQ, September 2026; optics.org, Oktober 2026).

Für Messeveranstalter ist das mehr als ein Rahmenprogramm. Ein Makeathon bringt Nachwuchs und junge Unternehmen in die Halle, und die Aussteller sehen ihre Technik im Einsatz. Den eigentlichen Wert haben die Gespräche danach: Welches Team spricht mit welchem Aussteller? Wie Sie für junge Teams und Startups feste Gesprächstermine mit Ausstellern einplanen, beschreiben wir in unserem Beitrag zu Gemeinschaftsstand und Start-up-Area.

Als KI-Bauwochenende

Der TUM.ai Makeathon in München nutzt den Begriff für ein 48-stündiges Format, in dem Teams KI-Prototypen für Aufgaben aus der Industrie entwickeln. 2026 kamen mehr als 500 Teilnehmende zu vier Aufgaben (European Hackathon League, 2026). Mit Werkstatt hat das wenig zu tun. Das ist kein Fehler, verwirrt aber Bewerber. Schreiben Sie deshalb in den ersten Satz Ihrer Ausschreibung, was gebaut wird.

Wenn Sie einen Makeathon mit Werkstatt planen, unterscheidet sich Ihre Vorbereitung deutlich von einem Hackathon:

  • Material: Schicken Sie den Teams eine Woche vorher eine Teileliste und bestellen Sie einen Puffer gängiger Bauteile. Lieferzeiten sind länger als ein Wochenende.
  • Werkzeug und Sicherheit: Planen Sie Werkbänke, Belüftung und eine Sicherheitseinweisung, bevor jemand Lötkolben oder Laserschneider anfasst.
  • Fachpersonal: Sie brauchen jemanden, der die Maschinen kennt, nicht nur jemanden für WLAN und Kaffee.
  • Bewertung am Objekt: Die Jury testet den Prototyp selbst. Ein Gerät, das nur funktioniert, wenn sein Erbauer das Kabel im richtigen Winkel hält, bekommt weniger Punkte als ein langsameres, das jedes Mal läuft.

Um zwei Uhr nachts merkt ein Team, dass in der Teilekiste kein Motortreiber liegt. Hardware verzeiht keine fehlenden Teile.

Der Ideathon: Ideen von Menschen, die nicht programmieren

Wo der Makeathon das Bauen in den Mittelpunkt stellt, lässt der Ideathon es fast ganz weg. Er holt Menschen zusammen, die ein Problem gut kennen, sich aber nie für ein Programmierwochenende anmelden würden: Pflegekräfte, Vertriebsleute, Studierende aller Fächer, Kunden. In einem halben oder ganzen Tag beschreiben die Teams das Problem, entwickeln Konzepte und stellen sie vor.

Viele Hochschulen kennen ein verwandtes Format: den Ideenwettbewerb. Er läuft meist über Wochen, die Einreichung ist schriftlich. Der Ideathon verdichtet das auf einen Tag im Raum, in Teams und mit direkter Rückmeldung. Das macht ihn schneller, aber auch anfälliger für eine Schwäche: Gewinnt die beste Präsentation statt der machbarsten Idee? Setzen Sie deshalb in jedes Team oder in die Jury mindestens eine Person, die Machbarkeit einschätzen kann, und geben Sie allen Teams dieselbe einseitige Konzeptvorlage. Dann vergleicht die Jury Ideen, nicht Folien.

Klären Sie vorher, was mit den drei besten Konzepten passiert. Viele Programme nutzen den Ideathon als ersten Schritt: erst das richtige Problem finden, einige Wochen später im Hackathon oder Makeathon dafür bauen. Ohne diesen nächsten Schritt bleibt vom Ideathon ein Foto mit Haftnotizen.

Der Datathon: wenn die Daten der Rohstoff sind

Ein Datathon beginnt weder mit einer Idee noch mit Werkzeug, sondern mit Daten. Alle Teams arbeiten mit demselben vorbereiteten Datensatz, und dessen Qualität begrenzt jedes Ergebnis. Wie das im deutschsprachigen Raum aussieht, zeigt das DataFest Germany an der Universität Mannheim.

Ein Datathon aus der Nähe

DataFest Germany 2026 in Mannheim

48 h Analysezeit an einem Wochenende im März 2026 9. Ausgabe, mit Karrieremesse und Mentoring
11 Studierendenteams aus mehr als 20 Hochschulen ein gemeinsamer Datensatz von Wikimedia
4 Min. Abschlusspräsentation vor einer Jury aus vier Personen Preise für Erkenntnis, Zusatzdaten und Visualisierung
Universität Mannheim, Meldung zum DataFest Germany 2026 vom 8. März 2026

Drei Dinge fallen auf. Der Datensatz kam von einem Partner, der ihn öffentlich teilen konnte: die 10.000 meistbesuchten Wikipedia-Seiten des Jahres 2025 in zehn Sprachversionen. Die Preise belohnten verschiedene Stärken, nicht nur die beste Kennzahl. Und zum Programm gehörte eine Karrieremesse, auf der die Sponsoren genau die Studierenden kennenlernen konnten, die zwei Tage lang mit Daten gearbeitet hatten.

Für Ihre Planung heißt das: Der Engpass liegt nicht im Raum, sondern bei der Datenfreigabe. Klären Sie mit dem Dateneigentümer vor jedem Termin:

  • ob der Datensatz die Frage überhaupt beantworten kann,
  • ob er bereinigt und mit einer Datenbeschreibung versehen ist,
  • ob er offen geteilt werden darf, anonymisiert werden muss oder nur in einer gesicherten Umgebung genutzt werden kann,
  • wem die Ergebnisse gehören und wann die Daten gelöscht werden.

Beim dritten Punkt hilft ein Blick in die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Pseudonymisierte Daten, die sich mit Zusatzwissen einer Person zuordnen lassen, bleiben personenbezogene Daten (Erwägungsgrund 26). Namen zu entfernen reicht also selten. Das ist eine allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Prüfen Sie Ihren Fall mit Ihrem Datenschutzbeauftragten.

Und der Designathon?

Der Designathon stammt vor allem aus der Gesundheitsforschung und ist dort gut untersucht. Eine weltweite Übersichtsarbeit fand 42 Studien zu Designathons, im Median mit 49 Teilnehmenden in acht Teams und einer intensiven Arbeitsphase zwischen drei Stunden und sieben Tagen (Tieosapjaroen et al., BMJ Global Health, 2024). Der Praxisleitfaden des Forschungsprogramms TDR der Weltgesundheitsorganisation beschreibt drei Stufen: Vorbereitung mit den späteren Nutzern, gemeinsame Arbeitsphase, Begleitung der Umsetzung (WHO/TDR, 2024).

Zwei dieser drei Stufen liegen außerhalb der Veranstaltung. Der Designathon passt deshalb dort, wo Nutzer und Käufer verschiedene Menschen sind: Patienten und Kliniken, Bürger und Verwaltung, Studierende und Hochschule. Können die späteren Nutzer nicht im Raum sein, wählen Sie ein anderes Format.

Vom Ziel zum Format: so entscheiden Sie

Alle Beispiele führen zur selben Reihenfolge. Fangen Sie beim Ergebnis an, nicht beim Namen. Brauchen Sie Code, veranstalten Sie einen Hackathon. Brauchen Sie einen gebauten Prototyp, einen Makeathon. Brauchen Sie Ideen von Menschen, die nicht programmieren, einen Ideathon. Steckt die Antwort in Daten, einen Datathon. Sollen die späteren Nutzer die Lösung mitgestalten, einen Designathon.

Formatwahl

Fünf Fragen in dieser Reihenfolge

  1. Ergebnis Was muss am Montag vorliegen? Ein Konzept, lauffähige Software, ein gebauter Prototyp, eine Analyse oder ein mit Nutzern erprobtes Konzept. Wählen Sie eines.
  2. Menschen Wer kann es liefern? Notieren Sie die nötigen Fähigkeiten und die Gruppen, die sie mitbringen. Danach richten Sie die Ausschreibung aus.
  3. Ort Was braucht der Raum? Tische und Wände, eine Werkstatt, eine gesicherte Datenumgebung oder angeworbene Nutzer vor Ort.
  4. Empfänger Wer übernimmt das Ergebnis? Benennen Sie die Person, die nach dem Event damit weiterarbeitet, und laden Sie sie zu den Abschlusspräsentationen ein.
  5. Name Erst jetzt: der Name Nutzen Sie den Begriff, den Ihre Zielgruppe kennt, und erklären Sie ihn in einem Satz in der Einladung.
Converve-Redaktion

Diese Reihenfolge ergänzt eine Entscheidung, die Sie davor treffen. In unserem Leitfaden Hackathon organisieren unterscheiden wir vier Arten nach dem Ziel: Nachwuchsgewinnung, interne Innovation, Unternehmensaufgaben für Startups und Stärkung eines Ökosystems. Die Formate in diesem Beitrag beantworten die Frage danach: welches Ergebnis dieses Ziel braucht. Beides lässt sich frei kombinieren. Der Paderborner Makeathon verbindet Nachwuchsförderung mit gebauten Prototypen. Das DataFest Germany verbindet einen Datathon mit einer Karrieremesse.

Was nach dem Event zählt

Fünf Formate, fünf Ergebnisse und eine gemeinsame Schwäche: Die meisten Ergebnisse kommen nach dem Event zum Stillstand. Eine Untersuchung von Hackathon-Projekten auf der Plattform Devpost (Nolte, Chounta und Herbsleb, 2020) fand bei mehr als einem Drittel der Projekte noch irgendeine Weiterarbeit, aber nur rund 5 Prozent liefen länger als fünf Monate weiter. Kurzfristige Weiterarbeit hing mit einem Sieg und guter technischer Vorbereitung zusammen, langfristige mit der Mischung der Fähigkeiten im Team und dem erklärten Willen, das Projekt weiterzutragen.

Diese Befunde gelten für jedes Format. Die richtige Mischung sieht nur jedes Mal anders aus: eine Pflegekraft im Ideathon-Team, eine Mechatronikerin im Makeathon-Team, eine Person aus der Fachabteilung im Datathon-Team. Den Willen weiterzumachen können Sie in die Jurykriterien aufnehmen. Und die Person, die das Ergebnis übernimmt, sollte die besten Teams treffen, bevor alle nach Hause fahren, mit einem festen Termin statt einer Zusage per E-Mail.

Beides beginnt bei der Anmeldung. Wer nur Name und Firma abfragt, kann keine gemischten Teams bilden. Wie Sie Fähigkeiten und Interessen abfragen, ohne dass das Formular zur Hürde wird, zeigen wir in unserem Beitrag zum Event-Anmeldeprozess. So hat die Person, die Ihr Format freigegeben hat, nach drei Monaten eine Antwort.

Lösung: Converve unterstützt die menschliche Seite von Formaten, in denen Teams auf Aufgabensteller, Mentoren, Sponsoren oder Aussteller treffen. Über Fragen bei der Anmeldung erfassen Sie Fähigkeiten, Hintergrund und Interessen der Teilnehmenden; anhand dieser Angaben stellt Ihr Team vor dem Event gemischte Teams zusammen. Aufgabensteller, Mentoren, Sponsoren, Aussteller und Teams fragen anschließend Einzelgespräche in Zeitfenstern an, die Sie festlegen, und bestätigen sie, auf Basis einer regelbasierten Meeting-Matrix, die Ihr Team steuert. Wie das aussieht, zeigt unsere Lösung für Startup- und Investoren-Events.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Makeathon?

Ein Makeathon ist eine Variante des Hackathons, bei der Teams in fester Zeit einen gegenständlichen Prototyp bauen, meist in einer Werkstatt mit Werkzeug, 3D-Druckern und Mikrocontrollern. Manche Veranstalter, etwa der TUM.ai Makeathon in München, verwenden den Begriff inzwischen auch für KI-Bauwochenenden. Prüfen Sie deshalb in der Ausschreibung, was tatsächlich gebaut wird.

Was ist der Unterschied zwischen Makeathon und Hackathon?

Beim Hackathon entsteht lauffähige Software, beim Makeathon ein gebautes Objekt. Ein Makeathon braucht deshalb Werkstatt, Material, Sicherheitseinweisung und Fachpersonal für die Maschinen, und er zieht neben Informatikern vor allem Ingenieure, Tüftler und Auszubildende aus technischen Berufen an.

Was ist ein Ideathon?

Ein Ideathon ist eine Veranstaltung von einem halben oder ganzen Tag, bei der Teams Konzepte für ein vorgegebenes Problem entwickeln und einer Jury vorstellen, ohne etwas Lauffähiges zu bauen. Er eignet sich, wenn das Problem noch unklar ist oder Menschen ohne Programmierkenntnisse mitarbeiten sollen.

Was ist ein Datathon?

Ein Datathon ist eine Veranstaltung, bei der alle Teams denselben vorbereiteten Datensatz auswerten, um eine gestellte Frage zu beantworten. Das DataFest Germany 2026 in Mannheim etwa lief über 48 Stunden mit 11 Studierendenteams aus mehr als 20 Hochschulen (Universität Mannheim, 2026). Die wichtigste Vorbereitung ist die Freigabe der Daten.

Wie lange dauert ein Makeathon?

Zwischen einem Tag und drei Tagen. Der VISION Makeathon der Messe Stuttgart war 2026 eine eintägige Challenge während der Messe, der Makeathon für Auszubildende in Paderborn 2024 an zwei Tagen, der TUM.ai Makeathon 2026 über 48 Stunden und der Makeathon Ostwürttemberg 2026 über drei Tage.

Welches Format passt zu einer Messe?

Auf Fachmessen funktioniert ein eintägiger Makeathon mit Aufgaben aus der Branche gut, weil Aussteller Technik und Mentoren stellen und die Ergebnisse vor Fachpublikum präsentiert werden. Planen Sie dazu feste Gesprächstermine zwischen Teams und Ausstellern ein, damit aus der Präsentation ein Kontakt wird.

Fazit: Wählen Sie den Namen zuletzt

Makeathon, Ideathon, Datathon und Designathon klingen nach klar getrennten Formaten. Die Beispiele aus München, Ellwangen, Paderborn, Stuttgart und Mannheim zeigen, dass derselbe Name sehr verschiedene Veranstaltungen beschreiben kann. Fangen Sie deshalb beim Ergebnis an, das Sie am Montag danach brauchen. Laden Sie die Menschen ein, die es liefern können, und bereiten Sie den Ort vor, den sie brauchen. Den Namen wählen Sie zuletzt.

Die Person, die Ihr Format freigegeben hat, beurteilt es nach dem, was danach weitergeht. Planen Sie Teams, Jury und Folgetermine deshalb so sorgfältig wie das Format selbst. Endet Ihr Programm auf einer Bühne, finden Sie in unserem Leitfaden Pitch-Wettbewerb veranstalten das passende Format dazu.

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